Geschichte des Alphorn

Von Herbert Möllers

Das Alphorn kennt man auch als Hirtenhorn und war überall bei den Hirtenvölkern bekannt. Selbst bei indianischen Völkern sind sie als lange Holztrompeten bekannt. In der Schweiz wurde das Alphorn zum Nationalsymbol. Man kennt es nicht nur in Europa, sondern in der gesamten Welt und es ist hauptsächlich in den Bergregionen bekannt.

Urkundlich erwähnt wird es schon im Jahre 1527 im Rechnungsbuch des Klosters St. Urban. Dort heißt es: „zwei Batzen an einen Waliser mit Alphorn….“ Verschiedene Quellen weisen darauf hin, das zum Almauftrieb das Alphorn geblasen wurde um die Kuh-Herde zu motivieren die Steilheit zu überwinden. Ein Bild aus dem Emmental von 1595 deutet darauf hin, dass zur Beruhigung der Kühe beim Melken das Alphorn geblasen wurde. In den reformierten Kantonen der Schweiz dient das Blasen des Alphorns hauptsächlich als Abendgebet.

Das Alphorn gehört aufgrund seiner Anblastechnik zu den Blechblasinstrumenten, obwohl es traditionell überwiegend aus Holz gefertigt wird. Es besitzt weder Klappen, Züge noch Ventile und ist daher bezüglich der zu spielenden Töne auf die Naturtonreihe beschränkt. Man kann 15 Töne über drei Oktaven erzeugen, wovon aber vier Töne musikalisch nicht klingen. Am besten klingt es in großen Kirchen, Hallen oder in freier Natur. Es soll weich und getragen geblasen werden und ist je nach Landschaft, 5 bis 15 km weit hörbar.

In der Schweiz ist das Fis/Ges-Alphorn mit einer Länge von 347 cm am weitesten verbreitet, in Deutschland das F-Alphorn und das hat eine Länge von 368 cm. Um es transportieren zu können, wird es üblich in drei Teile zerlegt.