Unsere Gründungsgeschichte

 Am 22. April 2011 wurde die Stadt Dülmen 700 Jahre alt. Aus diesem Grunde entschieden die Stadtverordneten im Jahre 2006: Jeder Ortsteil erhält 2.011 Euro für kulturelle Zwecke.

Nachdem Dieter Klaas, Ortsvorsteher von Rorup, mit seiner Idee, einen Spielmannszug in Rorup zu gründen, gescheitert war, „es fehlten nur ein paar Musiker“, traf er seinen guten Bekannten, Rudi Kissenkötter, auf dem Marktplatz in Dülmen. Der erzählte ihm, dass er sich zu seinem 70. Geburtstag seinen Traum erfüllt habe, ein Alphorn zu kaufen. Da hatte Klaas die zündende Idee: Alphörner für Rorup, das wäre es doch. Dülmen`s höchster Berg, der Weitberg, mit über 160 m, liegt in Rorup, da müssen doch Alphörner hin. Kissenkötter erklärte sich sofort bereit, ein Alphornensemble mit zu gründen.

 Die 2011 Euro wurden damals auf Heller und Pfennig in besagte Alphörner investiert. Klaas erinnert sich daran, dass bei Vorstellung der Idee im Stadtrat schallendes Gelächter erklang.  Für verrückt hätten ihn die Leute erklärt. Das gehöre nach Bayern, aber nicht nach Rorup, habe es quer durch die Parteien geheißen. „Wir essen Döner und trinken Caffè Latte, aber das Alphorn darf nicht im Münsterland erklingen?, antwortete der Ortsvorsteher. „Die haben mich viel geärgert, aber heute lacht niemand mehr.“ Im Gegenteil, man freut sich, so einen guten Werbeträger für Rorup und Dülmen zu haben . Er selbst ist kein Musiker, aber ein großer Unterstützer des Alphornensembles.

Gegründet wurde das Roruper Alphornensemble Dülmen am 1. Dezember 2006. Zunächst fanden sich 6 Musiker unter der musikalischen Leitung des Diplom-Dirigenten und ehemaligen Trompeters der Bundeswehr, Bernd Hülk, zusammen. Hülk komponierte vierstimmige Stücke für die Bläser.

Öffentlich aufgetreten sind die Alphornbläser bereits am 23.08.2007 mit Franzl Waigel anlässlich des Benefizkonzertes im Roruper Park. Ein weiterer Auftritt fand vor 3500 Besuchern am 23.09.07 auf dem Oktoberfest in Dülmen statt. Zwischenzeitlich haben mehrere Fernsehanstalten über das Roruper Alphornensemble Dülmen berichtet. Auch Auslandserfahrungen konnten bereits gemacht werden. Heute spielen fünf Musiker in Gottesdiensten und zu vielen anderen Gelegenheiten.

Da sechs Hörner vorhanden sind, wartet noch eins auf einen ausgebildeten Musiker, der in der Lage ist, die erste Stimme zu blasen. Geprobt wird wöchentlich dienstags um 17.00 Uhr. Interessenten können sich gern unter der Telefon-Nr. 0 25 94 / 7 87 07 27 melden.

Fünfzehn Naturtöne

Alle Stücke sind vierstimmig. Gespielt wird mit  Hörnern in F, sie sind 3,68 Meter lang, ohne Klappen, Züge und Ventile. Es stehen nur die 15 Naturtöne über drei Oktaven zur Verfügung. Die Hörner sind aus Erle und Fichte. Der Klang ist etwas besonderes“, sagt Hülk. Zwei Messen, die Jakobus- und Franziskus Messe, sowie 39 weitere Stücke hat das Ensemble mittlerweile im Repertoire. Die Stücke wurden von Bernd Hülk selbst arrangiert und komponiert. Zwischenzeitlich ist bei den Erfolgen auch der letzte Kritiker verstummt.